Viele Menschen zögern, sich Hilfe zu holen, weil sie glauben, das bedeute automatisch: nie wieder. Diese Vorstellung hält mehr Menschen von Therapie ab, als sie unterstützt.

Abstinenz ist ein Weg, nicht der einzige

Vollständiger Verzicht kann sinnvoll und notwendig sein – vor allem bei starker körperlicher Abhängigkeit. Er ist aber nicht das einzig denkbare Ziel jeder Suchttherapie.

Manche Menschen brauchen radikale Klarheit, um überhaupt wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Andere profitieren mehr von einem Weg, der schrittweise zu einem gesünderen, kontrollierteren Umgang führt.

Individuelle Ziele statt starrer Vorgaben

In der Therapie legen wir gemeinsam fest, welches Ziel zu deiner Situation, deiner Substanz und deinem Leben passt – nicht, was ein Lehrbuch oder eine allgemeine Regel vorschreibt.

Wichtig ist nicht die Etikettierung „abstinent“ oder „nicht abstinent“, sondern ob du dein Leben wieder selbst gestaltest, statt von einem Verhalten gesteuert zu werden.

„Das Ziel ist nicht ein bestimmtes Wort auf dem Papier. Das Ziel ist, dass du wieder du selbst entscheidest.“

Wenn die Angst vor „für immer nie wieder“ dich bisher davon abgehalten hat, dir Hilfe zu holen: Das muss nicht der erste Schritt sein. Wir schauen gemeinsam, was für dich stimmig ist.

Du erkennst dich hier wieder?

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